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KiHo-Professorin eröffnet internationale theologische Symposienreihe in Brasilien

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Veröffentlicht am 19. Oktober 2026

Prof. Dr. Nicole Kuropka, Inhaberin des Lehrstuhls für Kirchengeschichte an der Kirchlichen Hochschule Wuppertal, hat die internationale theologische Symposienreihe zum 500-jährigen Jubiläum des Augsburger Bekenntnisses im Jahr 2030 eröffnet. Im brasilianischen São Bento do Sul hielt sie den Vortrag „Bekenntnis in bewegter Zeit – Die Confessio Augustana zwischen Politik und Theologie“. Die Videoaufzeichnung des Eröffnungsvortrags in São Bento do Sul (ab Minute 14:50 und simultan vom Deutschen ins Portugiesische übersetzt – gibt es hier zu sehen.

Kuropka hielt elf Vorträge an vier verschiedenen Orten

Kuropka war auf Einladung von Prof. Dr. Christopher Spehr (Ludwig-Maximilians-Universität München) und der brasilianischen Faculdade Luterana de Teologia (FLT) im September und Oktober 2026 nach Brasilien gereist. Das gemeinsam von der Ludwig-Maximilians-Universität München und der Faculdade Luterana de Teologia in São Bento do Sul organisierte Projekt widmet sich bis 2030 zentralen Themen der Confessio Augustana und ihrer Bedeutung für Theologie, Kirche und Gesellschaft. Zu den Kooperationspartnern gehören unter anderem die Evangelische Kirche Lutherischen Bekenntnisses in Brasilien (IECLB), die Vereinigte Evangelisch-Lutherische Kirche Deutschlands (VELKD) und das Deutsche Nationalkomitee des Lutherischen Weltbundes.

Als eingeladene deutsche Referentin des Jahres 2026 gestaltete Kuropka gemeinsam mit brasilianischen Wissenschaftlern die Veranstaltungen zum Schwerpunktthema „Die Struktur des Glaubens und die evangelische Ethik – Rechtfertigung und neues Leben“ (CA 1–4). Insgesamt hielt sie elf Vorträge an vier verschiedenen Orten. Im Mittelpunkt ihrer Beiträge standen die Entstehung und politische wie theologische Bedeutung der Confessio Augustana, das reformatorische Verständnis der Rechtfertigung und dessen Konsequenzen für die christliche Ethik sowie die Bedeutung des Bekenntnisses in gesellschaftlichen und kirchlichen Krisenzeiten. Die wissenschaftlichen Tagungen und öffentlichen Veranstaltungen boten vielfältige Gelegenheiten zum Austausch mit Theologinnen und Theologen, Pfarrpersonen, Studierenden und kirchlichen Leitungspersonen.

Buch über Melanchton soll ins Portugiesische übersetzt werden

Ein konkretes Ergebnis der Reise ist die Initiative, Kuropkas bei UTB erschienenen Buch über Philipp Melanchthon ins Portugiesische zu übersetzen. Ein Übersetzer und ein interessierter brasilianischer Verlag stehen bereits zur Verfügung; erste Schritte zur Realisierung des Publikationsprojekts sind eingeleitet. Damit eröffnet sich die Möglichkeit, ihre Melanchthon-Forschung künftig auch einem breiteren portugiesischsprachigen Publikum zugänglich zu machen.

Die Vortragsreise unterstreicht die internationale Relevanz reformationsgeschichtlicher Forschung und zeigt, wie aus wissenschaftlichen Begegnungen neue Perspektiven für den theologischen Austausch und die Vermittlung von Forschungsergebnissen entstehen können.